Die ersten beiden Stunden des Vormittags werden vom "Hauptunterricht" ausgefüllt. Er umfasst den gesamten Kanon der Kernfächer und wird vom Klassenlehrer erteilt, der seine Klasse in der Regel von der 1. bis zur 8. Klasse führt. Nacheinander werden in unterschiedlich langen Unterrichtsepochen von drei bis fünf Wochen die verschiedenen Gebiete behandelt: Schreiben und Rechnen, Heimatkunde, Erdkunde und Geschichte, Physik, Chemie und die weiteren Fächer. Der Unterricht beginnt mit einem rhythmischen Teil, in dem rezitiert, gesungen, geflötet, musiziert wird, dann folgt der eigentliche Arbeitsteil, und der Hauptunterricht schließt mit einem Erzählteil, in dem der Lehrer von Märchen im 1. Schuljahr bis zu Biographien bedeutender Menschen im 8. Schuljahr verschiedenste Inhalte erzählend an die Kinder heranträgt. Durch die Gliederung des Unterrichts in die Epochenfächer wird eine Zerstückelung des Stoffes, aber auch des Stundenplanes vermieden. Die Schüler tragen das Gelernte mit Texten und Zeichnungen in ihr Epochenheft ein, entwickeln daran selbständige gestalterische Fähigkeiten und fertigen so ihre eigenen "Lehrbücher", die sie später noch lebhaft an die Unterrichtsstunden erinnern werden.
Der Fachunterricht
Natürlich können nicht alle Fächer im Epochenunterricht erteilt werden. So schließt an den Hauptunterricht der Fachunterricht an, in dem die Schüler auch anderen Lehrern begegnen.