Antworten auf die Bildungsfragen unserer Zeit

Was öffnet den Kindern das Tor in die Zukunft?

Wer die Bühne des Lebens betreten will, braucht Mut, Standfestigkeit und Durchhaltevermögen. Die ab Schulbeginn angebotenen  Handwerke, wie Holzverarbeitung, Textiles Werken, Korbflechten, plastisches Gestalten und Gartenbau ermöglichen einen lebenspraktischen Ansatz und eine umfassende Sinnes - sowie Willensschulung. Mehrwöchige Praktika in der Landwirtschaft, in einem Betrieb und im Sozialwesen sind im Mittel – und Oberstufenbereich integriert. Sport und Eurythmie ergänzen sich zu einer ganzheitlichen Körper – und Geistesschulung, welche durch ein kontinuierliches Trainieren der Sprache, in Form von vielen Theateraufführungen, eigenen Vorträgen und freien Sprechens vor der Klasse erweitert wird.

Dieses umfassende Konzept schafft Selbstvertrauen und bildet die Basis für die drei Schulabschlüsse, welche bei uns erworben werden können:

Qualifizierter Hauptschulabschluss, Mittlere Reife und Abitur.

 

Leviana Noppinger, Kunst- und Theaterpädagogik

Können Kinder aus Interesse lernen?

Vor kurzem las ich, dass eine 16 Jährige von zwei Freundinnen, die auf ein Gymnasium gingen, gefragt wurde, warum sie lerne, wenn es dafür keine Noten gäbe. Das Mädchen antwortete, weil sie es wolle.

Kann es wirklich stimmen, dass auch ältere Schüler lernen, weil sie es wollen? Braucht man nicht Druck und Noten, um eine Motivation zum Tun zu erzeugen?

Nein, braucht man nicht, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.

Die Kinder, die zu uns jedes Jahr  in die erste Klasse aufgenommen werden, erlebe ich so, dass ihr Wille zum Lernen sehr groß ist. Freudig, mit großen Augen und erwartungsvollem Blick betreten sie die Schule und wenn die Lehrer und Lehrerinnen zu den Kindern eine Beziehung aufgebaut haben, folgen die Schüler ihnen überall hin. Wichtig ist, dass der ganze Mensch angesprochen wird und die Inhalte der Entwicklung der Kinder entsprechen.

Auch wenn die Kinder älter werden, lernen sie gerne, weil der Lehrer es von ihnen erbittet.

In meiner siebten Klasse behandelten wir in der Deutschepoche zum Bereich Aufsatzerziehung das Beschreiben von Sachverhalten. Wir übten dies auf verschiedene Weise, unter anderem sollte die Beschreibung in den Anfang einer Geschichte eingebaut werden. Viele gaben sich dabei große Mühe in dem Bewusstsein, die Anerkennung der Mitschüler und der Lehrerin zu erringen. Um dies ein wenig zu verdeutlichen folgen hier einige Beispiele.

1. Vorarbeit: Die Schüler sollten sich gegenseitig beschreiben.

„Es war bereits ca. 23.30 Uhr, als ich aus dem Fenster schaute. Ich guckte in die dunkle Gasse unter mir, als plötzlich ein Mann im Licht der Laterne auftauchte. Sein Gesicht konnte ich leider nicht erkennen, weil es unter der Kapuze eines Pullis mit San Franzisco Aufdruck versteckt war, aber ich konnte blonde Haare sehen. Der Mann trug auch eine orangefarbene Hose und blau-weiße Schuhe. Ich bemerkte, dass er mit der äußeren Fußseite zuerst auftrat. Dann ging er mit lässigem Schritt um die Ecke. Ich sah noch, dass er wahrscheinlich einen Geldbeutel in der rechten hinteren Tasche trug. Er war eventuell Rechtshänder. Dann war er auch schon verschwunden.“

2. Vorarbeit: Beschreibung des Selbstportraits von Albrecht Dürer im 28. Lebensjahr

„Es gab einmal einen Künstler, der Bilder verkaufte. Er musste viel arbeiten, aber einmal war er sehr früh mit der Arbeit fertig. Ihm war langweilig und er entschied sich, ein Portrait zu malen. Er wusste nicht genau wie er es malen wollte, aber er fing einfach an. Er malte einen Mann, der gepflegte lockige, braune Haare hatte und grünbraune Augen. Er sah ein bisschen böse aus, aber auch nachdenklich. Seine Stirn war hoch und seine Nase lang. Sein Zeigefinger war nicht so gerade wie die anderen Finger, er sah auch dünn aus. Der Mann trug einen braunen Mantel. Das Portrait war das von dem Künstler selber. Er malte sich vor einem schwarzen Hintergrund.“

Auch bei anderen Themen ist der Lerneifer der Klasse ungebrochen, ohne dass einer nach Noten fragt. Sehr wohl will man aber wissen, was man kann und wo man noch zu üben hat.

Interesse kann eine starke Triebfeder sein.

Ingrid Pröls, Klassenlehrerin

Kann die Schule den ganzen Menschen bilden?

Um jungen Menschen zu  lebensbejahenden, verantwortungsvollen und urteilsfähigen Erwachsenen zu erziehen, ist es uns ein Anliegen auf der Grundlage der Waldorfpädagogik zu unterrichten, deren Ziel es ist, den ganzen Menschen zu bilden.

Bildung durch die Waldorfschule bedeutet, dass die Schüler nicht nur intellektuell gefordert und gefördert werden, sondern dass ihnen auch soziale und künstlerische Impulse vermittelt werden. So legt unsere Schule besonderen Wert darauf, neben dem üblichen Fächerkanon, handwerkliche, künstlerische und praktische Fächer zu unterrichten, die es den Schülern erlauben, alle in ihnen schlummernden Fähigkeiten zu wecken und zu bilden. Auf diesem Wege schafft die Waldorfpädagogik die Grundlage für die jungen Menschen,  sich kreativ, mutig und selbstbewusst den vielfältigen Anforderungen und Aufgaben des Lebens zu stellen.

 

Maria Rödel, Englischlehrerin

Cornelia Schuberth, Handarbeit und Künstlerisch-praktischer Unterricht

Wie erzieht man zu Demokratie und Freiheit?

An der Freien Waldorfschule Hof besteht ein enger Austausch zwischen Eltern, Lehrern und Schülern. Eltern sind in die Entscheidungsprozesse, die das Schulleben und die wirtschaftlich-rechtliche Situation der Schule betreffen, in vielfältiger Weise eingebunden und verantwortlich tätig. So ist die Schule selbst eine freiheitlich-demokratische Organisation. Durch die Zusammenarbeit ihrer Eltern mit ihren Lehrern erleben die Schüler demokratisches Tun.

In den verschiedenen Fächern können die Schülerinnen und Schüler ihr handwerkliches Geschick, ihre soziale Kompetenz und ihre denkerischen Fähigkeiten gleichermaßen und gleichberechtigt zeigen. So erleben sie ihre eigenen Stärken und Schwächen ebenso wie die ihrer Mitschüler. Auf natürliche Weise entsteht so innerhalb der Klasse Respekt und Toleranz vor dem Anderssein des Mitmenschen.

 

Dr. Manfred Auer, Mathematik- und Physiklehrer

Sie wollen ein entspanntes Familienleben?

Diese Frage lassen wir von unseren Eltern beantworten:

„Wissen zum Anwenden, nicht zum Abfragen! In der Schule gesetzte Impulse entfalten sich zuhause in kreative Eigenständigkeit.“

„Spielerisches Lernen von Fremdsprachen ab der ersten Klasse bis zur vierten!“ (Französisch, Englisch)

„Gerade Quereinsteiger erleben, dass die Kinder hier fröhlicher werden, morgens keine Bauchschmerzen mehr haben und das ganze Familienleben entspannter wird!“

„Meinem Kind geht es nach dem Wechsel in die Waldorfschule wieder gut!“

„Unser Kind lacht wieder!“

„Jedes Kind wird hier als Persönlichkeit wahrgenommen!“

„Das Gleichgewicht der Fächer statt Spezialisierung schafft ein rundes Kind! Dies wirkt sich so auch auf unser gemeinsames Familienleben aus.“

„ Wir Eltern können die Schule unserer Kinder mitgestalten.“

„Hier können wir aus allen staatlichen Schulabschlüssen den richtigen für unser Kind auswählen – wenn es so weit ist“.

„Egal mit welchem Abschluss sie die Waldorfschule verlassen – die Schüler finden ihren Weg und sind Persönlichkeiten!“

 

Die Antworten sammelten:

Maja Mertins, Eurythmielehrerin (und ehemalige Schülerin!)

Sabine Renner, Sportlehrerin

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Rückblick:

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Waldorfschule beim Frankenpost Firmenlauf

Teichprojekt 2017

Olympiade 2017

Paddeltour 7. Klasse 2017

Sommerfest 2017

Alanus Bachelorabschluss Eurythmie 2017

Besichtigung KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Klassenstück 8.Klasse "Ist Erbe Schicksal"

Zirkusaufführung & Frühlingsbasar

Betriebsführung Firma Macher

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